D&D 4 – Diskussionen

Es gibt ja bei Editionen von Rollenspielsystemen eigentlich immer nur 2 Lager: Diejenigen, die die Änderungen begrüßen, und diejenigen, welche sie ablehnen. In der Regel überwiegt dabei derjenige Teil, der die Änderungen begrüßt, da die Änderungen aus der Spielpraxis zusammen mit neuen Konzepten hervorgehen.  In den  den letzten Jahren trat allerdings eine Radikalisierung ein: nicht mehr begrüßen oder ablehnen, sondern die Lager teilen sich auf in folgende:

  • Fundamentalistische Erlöser, die die neue Edition als endgültigen Weg zur Erleuchtung sehen
  • Radikale Orthodoxisten, die die neue Edition als endgültigen Weg zur Verdammnis sehen

Das Rollenspiel, das derzeit dazu am heftigsten in der Diskussion war/ist, ist die neue Version von Dungeons & Dragons, D&D 4th Edition. Wie es allerdings zu solchen Zitaten kommen kann:)

Nope, mir ist nur wichtig, dass der Neuling KEIN D&D 4e anfängt, alles andere wäre mir egal, und selbst, wenn er mit DSA 4.1 anfängt.

Blutschwerter – DonGnocci, allerdings weder ausschließlich noch als Einzigster

ist mir allerdings ebenso schleierhaft wie die Freudentänze zur Einstellung der deutschen Version oder die das ständige Auftauchen von Trollen in D&D4-Threads. Ich vermute da ja meistens Persönlichkeitsproblematik (die berüchtigte “Schwanzlänge”) dahinter, aber die Vehemenz irritiert mich schon sehr. Ich meine, ich kann DSA4 überhaupt nicht ausstehen, sage dies auch öffentlich (siehe https://weltenwandel.wordpress.com/2009/05/24/dsa4-ogottogottogott/), aber ich gehe nicht in DSA-Boards rein und erklären den Leuten dort, wie “richtiges” Rollenspiel auszusehen hat. Das Ganze ist einfach meine Meinung, die ich nicht diejenigen, die über Spielinhalte diskutieren, direkt auf die Nase drücken muss. Der größte Sturm hat sich ja mittlerweile erledigt.

Was allerdings in diesem Onlinegemetzel der jeweiligen Paladine völlig untergeht, ist die Rezeption des Spieles und seiner Qualitäten an sich. In Foren springt die Auskunft über die Qualität des Spieles zwischen “nur noch Tabletop, direkt aus der Hölle, von WOTC$$$, kein Rollenspiel mehr”  und “Endlich alles spielbar, keine Fehler, du hast das Spiel nur nicht verstanden.”  Wobei mir persönlich die Befürweiter weit weniger aggressiv vorkommen als die Gegner.

Ich versuche demnächst eine etwas ausgewogenere Darstellung, aber derzeit nervt mich dieser Konflikt “Ist D&D4 überhaupt ein Rollenspiel?” in vielen Foren sehr.

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8 Antworten zu D&D 4 – Diskussionen

  1. Joni schreibt:

    Ich glaube, die Wizards haben durch ihre Politik selbst zu dieser von dir beschriebenen „Radikalisierung“ (die ich auch sehe), beigetragen. Sie haben ein durchaus kontroverses Machwerk wie D&D 4 äußerst selbstbewusst in die Welt hinaus gejubelt, so dass auch entsprechend heftige Gegenreaktionen kamen.

    LG Joni

  2. infernalteddy schreibt:

    Ignorierst du bewußt die „Ja aber…“ fraktion, zu der ich – zumindest bei D&D4 – auch gehöre um deinen Punkt deutlich zu machen, oder hast du eine solche Haltung einfach nur noch nicht gesehen?

  3. Dark_Abe schreibt:

    Da ich am Überlegen bin D&D anzufangen, freue ich mich auf ausgewogene Darstellung. *Daumen hoch*

  4. greifenklaue schreibt:

    erstens: Früher war es genausoschlimm und kein Deut anders. nur gab es kein Internet, um sich gegenseitig auf den Sack zu gehen.

    Zwotens: Warum bist Du dann im Alveran aktiv /lesend, wenn du nix zu DSA sagen willst? Oder darf man öffentlich nur lobhuddeln.

    Drittens: Dir gehen vermutlich die gegen-DnD4-Trolle mehr auf den Sack, weil Du auf der anderen Seite stehst. Mir geht es da eher umgekehrt, weiß aber, dass das nicht rational ist und bei objektiver Betrachttung beide seiten ganz schlimme finger haben.

    Viertens: @Brettspiel: Du überhörst die DnD4-Fans, die bekennen, es als Brettspiel und bewußte Abwechslung zum rollenspiel betreiben. Natürlich bestärken solche Positionen die, die sagen, es wäre ein brettspiel.

    Fünftens: Auf die ausgewogene Darstellung warte ich gern…

  5. Scorpio schreibt:

    Wir spielen D&D4 mit starker Fixierung auf Encounter, als eher „brettspielig“. Und wir haben da sehr viel Spaß dran. Allerdings hat jeder meine ausdrückliche Erlaubnis auch mit D&D 3.X oder Pathfinder Spaß zu haben. 😀

  6. Greifenklaue schreibt:

    Nur mit LL nicht, oder was? Skandal! 😉

  7. Prisma schreibt:

    Onlinegemetzel gibt leider betreffend vieler Rollenspiele und wie man Rollenspiele überhaupt spielen soll. Es gibt leider Leute da draußen die Tolerenz gegenüber Systemen oder Spielstilen nicht akzeptieren können und wollen. Und natürlich haben sie auch persönliche „Heilsbringer“-Systeme/-Spielstile die sowieso die einzig richtige Wahrheit (TM) darstellen.
    Solche Leute haben es gar nicht im Sinn über Qualitäten „der feindlichen Position“ zu sprechen. Natürlich passiert das dann auch nicht. Letztendlich geht es nur um die Pflege des Feindbildes.

  8. rabenaas schreibt:

    Gegen den Sturm der seelenzerfetzenden Entrüstung, der sich seinerzeit bei der Einstellung von Maskerade und dem Start von Requiem erhob, ist die D&D-Editionschlacht nur ein laues Lüftchen. Mein Gott, DA wurde noch RICHTIG gezofft. 🙂

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