Die böse GM-Intrusion bei Numenéra (Kurztipp)

Hin und wieder lese ich Diskussionen betreffend der GM-Intrusion bei Monte Cooks Numenéra. Grundsätzlich findet man die Intrusions eher schlecht geregelt und präsentiert dann umständliche Hausregeln für das Problem.

Ich möchte eine einfache Lösung anbieten:

Die Spielleitung bietet Intrusions grundsätzlich bloß an und die Spieler können annehmen (und XP kassieren und wie gewohnt einen XP weitergeben) oder auch kostenlos ablehnen. Wird bei einer Handlung eine „1“ gewürfelt, geschieht eben eine Intrusion welche die Spieler nicht abwenden können, natürlich mit Bezug zur aktuellen Handlung.

Diese Hausregel hat in meinen Numenéra Runden bisher hervorragend funktioniert.

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2 Antworten zu Die böse GM-Intrusion bei Numenéra (Kurztipp)

  1. aikar schreibt:

    Ich denke die GM-Intrusion wird nur von denen als schlecht gesehen die sie entweder nicht verstanden haben oder auf eine strenge Neutralität des Spielleiters bestehen.
    Für letztere ist aber das Cypher-System und gerade Numenera (in dieser Welt ist wirklich ALLES möglich, was dem SL einfällt) ohnehin nur eingeschränkt tauglich.

    Alle, die ich kenne, die mit dem System spielen, haben keinerlei Problem damit bzw. begrüßen es sogar.

    Die Intrusions sind eine Option für den SL zusätzliche Spannungselemente einzubringen, nicht mehr, nicht weniger.
    Im Grunde ist eine Intrusion nichts anderes als das Reizen eines Aspektes bei Fate und das wird von allen, die Fate spielen problemlos akzeptiert.

    Abgesehen von der (meiner Meinung nach nur illusorisch umsetzbaren) Variante des RP, bei der der SL nur Schiedsrichter einer ansonsten nur durch den Hintergrund und die Regeln „fair“ handelnden Welt ist, greift der SL bei jedem Rollenspiel irgendwann ein und bringt neue Elemente ins Spiel (und das ist m.M. nach auch gut so und seine Aufgabe). GM-Intrusions bedeuten jetzt nur, dass die Spieler a) dafür entschädigt werden, wenn der SL ein neues, für sie unvorhersehbares Element einbringt, dass ihre Aufgabe erschwert (in anderen Systemen kriegen sie dafür gar nichts) und b) können dieses (durch Einsatz eines Punktes) sogar ablehnen.
    GM-Intrusions geben den Spielern also sogar MEHR Mitentscheidungsrecht als andere Systeme, nicht weniger, wie viele Gegner (die es meist nie ausprobiert haben) gern behaupten.

    Ich muss außerdem sagen, dass meine Spieler nur extrem selten Intrusions ablehnen. Sie bekommen einen Punkt dafür und ihre Geschichte wird spannender, warum sollten sie?
    Man darf einfach nie vergessen, dass es die Aufgabe des SLs ist das Spiel zu bereichern und spannend zu machen, nicht die Spieler zu quälen.

    Ich sehe daher keinen Grund, das Intrusions-System irgendwie aufzuweichen.

    Was bei uns mehr zu Irritation/Problemen geführt hat, war die Verwendung von XP als „Schicksalspunkte“. Wir halten daher die Punkte aus GM-Intrusions (Die wir nur für Wiederholungswürfe und kleine Einsätze verwenden) getrennt von den XP (die für Aufstiege und große Einsätze da sind)

    • Prisma schreibt:

      Danke für den tollen Kommentar! 🙂
      Ich denke Spielstile und Geschmäcke sind verschieden. Was für den einen in Ordnung ist, möchte der andere etwas geändert haben. Ich habe Numenéra bisher mehrmals in privaten Runden und zwei mal auf Cons geleitet. Meine Erfahrung war, dass man die Hausregel – Intrusions kostenlos abzulehnen – lieber mochte.
      Ein Probelm kann ja auch sein, dass man als SL die Intrusion für toll hält, der Spieler das aber ganz anders sieht und diese nicht kontern kann, weil ihm beispielsweise keine XP zur Verfügung stehen. Und dabei geht es nicht unbedingt um die Konsequenz einer Spielerhandlung.
      Doch jeder wie es ihm beliebt.

      (Übrigens, gerade im Reizen bei FATE sehe ich ein Problem. Damit könnte ich dem System allerdings auch unrecht tun, da ich nur wenig mit FATE zu tun hatte. Ich spielte einst ein FATE One-Shot, bei dem die vorgefertigten Charaktere jeweils gegensätzliche Ziele verfolgten. Mein Problem war, dass mein Charakter ständig irgendwie compelled wurde und nicht mal in die Nähe meines Ziels kam. Es war auch nicht möglich irgendwas dagegen zu tun. Ich gehe zwar davor aus, dass die Regeln vom SL falsch angewandt wurden, bin da aber auch nicht sicher. Aber dieses Erlebnis hat mich weit weg von FATE und vermeintlichen Zwangs-Handlungssystemen gebracht.)

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